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Reisebericht: Treffen mit polnischen Partnerschulen in Łańcut (Grundschule Nr. 4 und Lyzeum Nr.1)

Vom 2. bis 7. September 2018 nahmen insgesamt 20 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 9, 11 und 12 des Schengen-Lyzeums an einem Schüleraustausch in Polen teil. Unser Reiseziel war die Stadt Łańcut in der Woiwodschaft Karpatenvorland (poln.: Podkarpackie), , welches sich im Süd-Osten des Landes befindet. In Łańcut besuchten wir die beiden polnischen Partnerschulen Grundschule Nr. 4 und das Lyzeum Nr. 1. Dabei kam es in Form von Workshops und Ausflügen zu zahlreichen Treffen und Zusammenarbeiten mit den polnischen Teilnehmern des Austausches, bei denen die Kommunikation hauptsächlich auf Englisch und Deutsch stattfand.

Der Austausch begann mit der ganztägigen Reise nach Polen. Spät am Flughafen in Rzeszow angekommen, wurde unsere Gruppe abgeholt und mit dem Bus zum Internat Bursa Szkolna gefahren.

Nach dem Frühstück im Internat nahmen wir an der jährlichen Feier anlässlich des ersten Schultages in der Sporthalle der Grundschule Nr. 4 teil. Diese wurde von der Schuldirektorin mit einer Begrüßung der Ehrengäste und uns Austauschschülern auf Deutsch eröffnet. Bevor die Schüler mit viel Musik, Theater und einem Gedicht auftraten, wurde ein Video mit Bildern aus dem Zweiten Weltkrieg gezeigt. Dies gehört zu der traditionellen Veranstaltung, die an jedem 1. September stattfindet und an den Überfall Deutschlands auf Polen erinnern soll. Nach der Schulfeier spielten wir mit der Gruppe der polnischen Austauschschülern Kennenlernspiele, bei welchen die Betreuer und Lehrer großen Wert darauf legten, die beiden Schülergruppen möglichst viel zu mischen. Nach den Kennenlernspielen machte sich unsere Gruppe auf den Weg zum Schloss in Łańcut. Dabei bekamen wir die Möglichkeit, erste Eindrücke von der Stadt zu machen und gegebenenfalls erste Vokabeln wie Apteka (dt.: Apotheke) und Biedronka (dt.; Marienkäfer, größte Supermarktkette Polens) einzuprägen. Das Schloss in Łańcut besteht aus zahlreichen Räumen und Zimmern, die aus dem 17. bis 20. Jahrhundert datieren. Während der Führung durch eine Geschichtslehrerin des Lyzeums Nr. 1 machten wir uns mit einigen historischen Persönlichkeiten vertraut, wie beispielsweise den drei Geistern des Schlosses. Zu ihnen gehören die blaue und die weiße Dame und der vor langer Zeit gefürchtete ?Teufel von Łańcut?.

Nach der Führung gelangten wir durch den Schlosspark an das naheliegende Kutschenmuseum mit der größten Pferdekutschen-Ausstellung Polens. Am Abend nahmen wir an einem Workshop teil, welcher von polnischen Bürgern handelte, die im Laufe des Zweiten Weltkrieges unter Lebensgefahr jüdische Familien versteckten.

Am nächsten Morgen fuhren wir in das moderne Familie Ulma - Museum in Markowa. Familie Ulma (Vater Josef, Mutter Wiktoria und sechs kleine Kinder) versteckten während des zweiten Weltkrieges insgesamt acht jüdische Einwohner Markowas in ihrer Scheune vor den Nazis, wofür die gesamte Familie inklusive der versteckten Juden von den Nazis ermordet wurden, nachdem die versteckten Juden entdeckt wurden. Danach besuchten wir das nicht weit davon entfernte Freilichtmuseum. Holzhütten mit vielen Ausstellungsstücken wie Holzwerkzeugen, Schulsachen und traditioneller Kleidung und Gärten zeigten, wie Menschen vor ungefähr 120 Jahren in dem Ort gelebt haben. Nach der Führung durch das Freilichtmuseum folgte eine dreistündige Busfahrt zu dem ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz I und Auschwitz II-Birkenau. Wir alle waren tief bewegt von der Geschichte der Lager und den unfassbaren Verbrechen, welche von den Nazis hier begangen wurden. Die Führung durch den zweiten Teil des Lagers musste dann leider spontan abgebrochen werden, weil plötzlich ein Sturm aufkam und wir das Lager aus Sicherheitsgründen verlassen mussten. Völlig durchnässt eilte unsere Gruppe zum Bus. Nach einer Stunde Fahrt kamen wir an einem Restaurant an. Das Abendessen bestand aus einer warmen Suppe und ?Pierogi? (gefüllte Teigtaschen), einem traditionellen polnischen Gericht.

Am Mittwochvormittag besuchten wir das Lyzeum Nr.1. An der Haupttreppe, dem ältesten Teil des Gebäudes, befanden sich Gedenktafeln, die unter anderem an die ehemaligen Schüler, die im Krieg oder in Vernichtungslagern verstorben sind, erinnern. Nachdem uns ein wenig über die Geschichte der Schule erzählt wurde, versammelten sich alle Austauschschüler in einem Klassenraum. Dort bekamen wir den Auftrag, zusammen Bilder zu gestalten. Diese sollten zeigen, was wir mit dem Austausch verbanden. Es entstanden viele Bilder auf denen sowohl unser Schengen Lyzeum als auch das Lyzeum Nr.1 oder die drei berühmten Geister des Schlosses in Lancut  dargestellt wurden.

Während der Arbeit boten sich viele Gelegenheiten an, sich gegenseitig auszutauschen und kennenzulernen. Danach haben uns die polnischen Schüler und Schülerinnen der Grundschule Nr.4 ihre Schule gezeigt und wir konnten uns auch über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Schulsystemen austauschen. Als nächstes trafen wir uns alle zusammen in einem Klassenraum, wo die Gruppen wieder gemischt wurden. Aufgabe war es, alltägliche deutsche und polnische Wörter zu übersetzen und im Nachhinein auch Redewendungen aufzuschreiben, die in den verschiedenen Ländern hilfreich sein können, wie zum Beispiel Begrüßungen (?dzień dobry? und ?cześć?), ?Bitte? und ?Danke? (?proszę? und ?dziękuję? ) und ?Wie geht es dir?? (?jak się masz??). Später teilten wir uns im Stadtzentrum in Kleingruppen auf und die polnischen Schülerinnen und Schüler zeigten uns einige der Sehenswürdigkeiten der Stadt. Zu ihnen gehörten zum Beispiel das Planty mit Denkmälern und eine Kirche, die einst vom ?Teufel von Łańcut? niedergebrannt wurde.

Zum späten Mittagessen bekamen wir Pfannkuchen gefüllt mit Marmelade und süßem Käse. Danach bekamen wir die Gelegenheit, uns entweder im Internat aufzuhalten oder in kleinen Gruppen zurück ins Stadtzentrum zu gehen und dieses auf eigene Faust zu erkunden.

Am Donnerstag fuhren wir zur Hauptstadt des Vorkarpatenlandes, Rzeszów in das Einkaufszentrum Galeria Rzeszów, wo wir unsere Freizeit mit unseren polnischen Partnern verbringen konnten. Zurück an der Grundschule, übten wir ein polnisches Lied namens Ładne oczy masz ein, während die polnischen Schüler das deutsche Lied So ein schöner Tag einübten. Die Lieder sollten später beim Grillen vorgesungen werden. Im Nachhinein gingen wir zu der neuen Sporthalle in Łańcut und es spielten alle zusammen Volleyball, Handball und Fußball, sowohl Lehrer als auch Schüler. Am Abend fand das gemeinsame Grillen statt und die Schülerinnen und Schüler nutzten die Sportgeräte vor der Grillhütte, musizierten oder sangen und hatten Spaß. Am Ende wurden die eingeübten Lieder vorgesungen und es wurde zusammen getanzt.

Am nächsten Morgen wurden im Flughafen noch viele Erinnerungsfotos geschossen und Handynummern ausgetauscht. Zu sehen, dass der Abschied auf beiden Seiten schwerfiel, lässt darauf schließen, dass der Austausch mit Polen eine gelungene Erfahrung war, bei denen sowohl alte Freunde sich wiederfanden als auch neue Bekanntschaften gemacht wurden. Wir alle können es kaum erwarten, uns in Zukunft wiederzusehen und sind uns sicher, dass die letzte Woche von allen in Erinnerung behalten wird.

Besonders bedanken möchten wir uns auch beim Deutsch-Polnischen Jugendwerk, beim Förderverein des Schengen-Lyzeums, beim Landratsamt von Łańcut und beim Bürgermeisteramt von Łańcut, ohne deren finanzielle Unterstützung der Austausch nicht hätte stattfinden können.

Beatriz Vaz Dinis, Laura Vaz Dinis und Matthias Vogels

 


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