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Schülerinnen und Schüler der 12. Klassen gehen der Bewerbung der "Gilets Jaunes" auf den Grund

Niemand hat es kommen sehen. Aus einer unscheinbaren Bewegung wurde kurzerhand die wahrscheinlich größte soziale Bewegung seit 1968. Die ursprüngliche friedliche Aktion artet zurzeit zu einer gewaltsamen Protestbewegung aus. Selbst wenn die ursprüngliche Idee eine friedliche war, gibt es, wie immer, auch eine durchaus negative Seite. Der Großteil der Menschen, die sich dieser Bewegung anschließen, wollen wirklich etwas verändern. Sie setzen sich unter anderem für Gerechtigkeit der Gehälterverteilung, eine Senkung der Spritpreise, welche wegen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron Ende 2018 durch eine Erhöhung der Steuer stark anstiegen. Es gibt jedoch auch eine dunkle Seite dieser Massenproteste, welche die Anspannung für sinnlose Gewalt und Zerstörung ausnutzt. Es wurde über einige Angriffe gegen Polizisten berichtet, jedoch gehen die Gesetzeshüter auch nicht glimpflich vor. Die eigentliche Bewegung wendet sich definitiv von Akten der Gewalt ab.

Wie ist die Bewegung entstanden? Was sind die Gründe dafür?

Die Bewegung der «Gilets Jaunes» begann mit der Erhöhung der Umweltsteuer auf Benzin. Viele französische Bürger können sich die höheren Preise nicht leisten und waren so in ihrer Existenz bedroht. Somit begannen die Gegner der Umweltsteuer auf Benzin sich zu treffen und setzten sich für die Senkung der Umweltsteuer ein. Dies verweigerte vielen Franzosen den Weg zur Arbeit. Umweltbelastende Konzerne werden nicht überwacht oder höher besteuert. Es kommen langsam mehr Forderungen hinzu und die Steuern auf Privatbesitz sind viel zu hoch und sie greifen zu sehr in die Privatsphäre der Bürger ein. Die Regierung scheint die Problematik nicht zu verstehen.

Die Geburt dieser Bewegung erfolgte via Facebook in verschiedenen lokalen Gruppen. Durchschnittlich wird sie von 69-70% der Bevölkerung unterstützt. Der Wortführer dieser Aktion ist Eric Drouet. Der erste Auftritt erfolgte am 17 November 2018 bei dem 200 Strassen gesperrt wurden.

Die Demonstrationen werden über Facebook geplant.

Frankreich ist immer noch beeinflusst von den ?Lumières? und der französischen Revolution. Zudem ist in Frankreich die Bereitschaft zu  offensiven Auseinandersetzungen mit Polizei hoch.

Zudem ist der französische Elitismus aggressiver als in Deutschland.

Sowohl rechts als auch Links extreme Mehrheiten distanzieren sich von politischen Orientierungen.

Was sind die Ziele?

Das primäre Ziel der Gelbwesten, welche wir trafen, ist soziale Gerechtigkeit. Laut ihnen ist es untragbar, dass jemand der arbeiten geht, nicht von seinem Lohn leben kann. Zudem verlangen sie, dass das Auseinandergehen der Schere zwischen Arm und Reich gestoppt wird. In diesem Zusammenhang halten sie die Abschaffung der Vermögenssteuer durch Macron für ungerechtfertigt. Der Unmut der Gelbwesten wird auch durch andere Aspekte der Politik Macrons geweckt. Zum Beispiel die Erhöhung der Treibstoffpreise durch eine Umweltsteuer, welche ein Auslöser der ursprünglichen Proteste war. Laut den Gelbwesten geht diese Steuer vor allem auf Kosten der Unter- und Mittelschicht. Eine große Angst der Gelbwesten ist ein vollständiges Verschwinden der Mittelschicht ausgelöst durch die marktwirtschaftlich liberale Politik Macrons. Stattdessen fordern sie eine Politik die vor allem der Kaufkraft der Bevölkerung zugute kommt.

Neben der Forderung nach sozialer Gerechtigkeit unterstützen sie zudem die Einführung des sogenannten RIC (?référendum d?initiative citoyenne?). Dies ist eine Vorlage für eine Verfassungsänderung, welche das Präsidialsystem abschwächen und zu mehr direkter Demokratie führen soll, beispielsweise in Form von Referenden.

Welche Mittel nutzen sie?

Neben den großen Protestmärschen in Paris nutzen die Gelbwesten diverse andere Mittel ihre Forderungen durchzusetzen. Die Gelbwesten sind in ganz Frankreich aktiv. Ein Landesweit genutztes Mittel ist das Blockieren von Straßen und auch Häfen zur gezielten Lahmlegung der Wirtschaft. Dies soll Druck auf die Politik ausüben, damit diese ihre Handlungen überdenkt. Natürlich nutzen die Gelbwesten auch herkömmliche Mittel wie Petitionen.

Le grand débat national

Die Gelbwesten präsentierten erstmals einen gemeinsamen Forderungskatalog an die französische Regierung, in denen sie ihre Forderungen und Erwartungen einbrachten. Er umfasst unter anderem die Senkung aller Steuern, die Anhebung von Mindestlohn und Renten, sowie die Einrichtung einer "Bürgerversammlung", die über die gesunkene Kaufkraft, soziale Not und den ökologischen Wandel diskutieren soll. Um den Gelbwesten entgegen zu kommen, bekam jeder Franzose einen Brief mit 35 Fragen von der Regierung. Auf diesen Fragen basiert die große Nationaldebatte, die in jeder Gemeinde stattfinden soll. Viele Bürgermeister sind jedoch dagegen, da sie ihre Verantwortung für den Staat nicht einsehen. Die Gelbwesten erhoffen sich nichts von dieser Debatte, da keiner ihrer Forderungen im Brief thematisiert wurden.

Abschliessend lässt sich festhalten, dass man anhand der Gilets Jaunes das starke Nationalgefühl der Franzosen begutachten kann. Unserer Meinung nach ist es toll, dass die französischen Bürger so zusammenhalten, um ihr Ziel zu erreichen. Die Gründe für die Protestbewegung sind nachvollziehbar und man kann verstehen, dass die Franzosen in Aufruhr sind. Es ist jedoch schade, dass manche Personen diese Proteste der Gilets Jaunes ausnutzen um Gewalt auszuüben. Doch schliesslich denken wir, dass der Zusammenhalt belohnt werden sollte und hoffen, dass sich ein Kompromiss zwischen dem Staat und den Anhängen der Gilets Jaunes findet.

Die Schülerinnen und Schüler der 12 G (FRZ G-Kurs)

Deutsch-luxemburgisches Schengen-Lyzeum, Perl (Saarland), im Januar 2019

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