Hausaufgabenkonzept
Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Schüler an Ganztagsschulen müssen sich unausweichlich mit dem Thema Hausaufgaben auseinandersetzen und Stellung zu Fragen nehmen wie: Wollen wir an unserer Ganztagsschule Hausaufgaben im üblichen Sinne stellen? Wie können wir eine zeitliche Überforderung vor allem langsam lernender Schülerinnen und Schüler verhindern? Wollen wir es wagen, zu bestimmten Zeiten ganz bewusst auf Hausaufgaben zu verzichten? In welchen Räumen und zu welchen Zeiten sollen Hausaufgaben in der Schule angefertigt werden? Welche Form von Betreuung bei den Hausaufgaben erscheint uns sinnvoll? Wie organisieren wir das Lernen zum Beispiel von Vokabeln, Axiomen, Formeln? Welche Hinweise und Empfehlungen können den Eltern gegeben werden?
Es müssen allerdings auch Fragen gestellt werden wie: Wie können wir das Üben in der Schule sinnvoller und effektiver gestalten? Wollen wir das Üben und Anwenden anders als bisher organisieren? Wie können wir dafür sorgen, dass möglichst jeder Schüler und jede Schülerin die vorhandenen Lernchancen nützt und das eigene Potenzial ausschöpft und schließlich: wie können Hausaufgaben zu einem Teil eines umfassenden Konzept des unserer Schule werden?
Hausaufgaben machen - viele andere schulische Aufgaben auch - nur dann einen Sinn, wenn sie durchdacht sind und bei den Schülerinnen und Schülern bedeutsame Lernprozesse hervorzurufen vermögen. Sinnvoll ist die Hausaufgabe also dann, wenn mit der jeweiligen Aufgabe tatsächlich ein Kompetenzgewinn verbunden ist. Dabei ist die Forderung nach Differenzierungen oder gar Individualisierung oft nur schwer zu erfüllen.
Damit Hausaufgaben nicht zu einem Stolperstein sondern zu einem Innovationsimpuls werden, muss die Schule sich unter Berücksichtigung ihrer besonderen Bedingungen ein Hausaufgabenkonzept entwickeln, in dem alle Beteiligten kooperieren, das einen sinnvollen Rahmen für pädagogisches Handeln darstellt und das die Förderung des Individuums ins Zentrum des schulischen Interesses stellt.
Zur Analyse der Hausaufgabensituation am Schengen-Lyzeum und zur Vorbereitung einer schulinternen Fortbildung zu diesem Thema, an der auch Eltern und Schülervertreter teilnahmen, wurde eine Befragung unter den Schülern, Lehrern und Eltern zum Thema Hausaufgabendurchgeführt.
Aufgabenkonzept für Schüler
- Keine Aufgaben und Arbeitsaufträge von einem langen auf einen kurzen Tag.
- Der zeitliche Umfang der Aufgaben für alle Fächer zusammen beträgt 4 bis 4,5 Stunden pro Woche.
- Eine Unterrichtsstunde (AA) pro Woche ist im Stundenplan für das Erledigen von Aufgaben und Arbeitsaufträgen vorgesehen.
- Über die Ferien werden keine Aufgaben aufgegeben. Davon ausgenommen sind lediglich Lektüren.
- Die Bemühungen sind dahingehend ausgerichtet, dass −falls der Stundenplan dies zulässt − das Wochenende aufgabenfrei bleibt.
- Die Aufgaben sollen ab sofort im Hausaufgabenheft an dem Tag vermerkt sein, für den sie mitzubringen sind.
- Einheitliches Konzept der Kontrolle und des Nacharbeitens bei nicht gemachten Aufgaben.
Anmerkungen zum Aufgabenkonzept
- Nicht erledigte oder unvollständige Aufgaben werden in der vorgesehenen Liste im Klassenbuch erfasst und durch die Tutoren der Klasse sanktioniert.
- Die Liste mit den Regelverstößen wird nach jeder Woche von den Tutoren ausgewertet.
- Die Liste mit den Regelverstößen ist jeweils nur für ein Halbjahr gültig, somit hat jeder Schüler am Halbjahreswechsel die Möglichkeit für einen Neuanfang.
- Im Krankheitsfall werden fehlende Hausaufgaben als Regelverstoß gewertet, wenn sie über einen längeren Zeitraum aufgegeben wurden.
Was tue ich, wenn ich die Aufgabe nicht verstanden habe?
Dann soll die Schülerin / der Schüler:
- eine Begründung schreiben, warum die Hausaufgaben nicht gemacht wurden, erklären, wo genau das Problem lag und die Begründung von den Eltern unterschreiben lassen. Wenn eine angemessene Entschuldigung vorliegt, wird ein ?e? dazu vermerkt. Eine entschuldigte Hausaufgabe wird nicht als Regelverstoß gewertet oder
- Alternativaufgaben im gleichen Umfang vorlegen ( keine Wertung als Regelverstoß).
Anerkennung für besonders fleißige Schülerinnen und Schüler
Die Tutoren der Klasse entscheiden, unter welcher Form die besonders fleißigen Schülerinnen und Schüler durch Anerkennungen motiviert werden.
Konsequenzen für vergessene Aufgaben
Die untenstehenden Konsequenzen gelten für alle Klassen und alle Schülerinnen und Schüler.
- Verstöße gegen die Aufgabenregel werden wöchentlich im Aufgabenbuch des Schülers vermerkt.
- Nach 3 Regelverstößen erfolgt ein persönliches Gespräch des Tutors mit dem Schüler.
- Nach 5 Regelverstößen erfolgt ein Vermerk im Aufgabenbuch, der von den Eltern unterschrieben werden soll. Als erstes Hilfeangebot bereitet der Schüler 1 Woche jeweils an den langen Tagen in der Mittagspause seine Aufgaben vor → Aufgabenraum − Kontrolle durch Laufzettel (im Hausaufgabenheft)
- Nach 10 Regelverstößen erfolgt ein Dreiergespräch (Eltern − Schüler − Lehrer) und das Hilfeangebot zum Vorbereiten der Aufgaben wird auf 3 Wochen verlängert.
- Nach 15 Regelverstößen bei den Hausaufgaben können bereits größere Wissenslücken entstanden sein. Der versäumte Stoff wird vom Schüler in der Mittagszeit von 13:40 bis 14:15 Uhr in 5 Wochen nachgeholt. Es wird in einem weiteren Dreiergespräch über weitere Hilfeangebote für die Aufgaben gesprochen − Vorschlag: Aufgabenhilfe Dienstag- oder Donnerstagnachmittag (schriftlicher Vermerk im Aufgabenbuch des Schülers mit Unterschrift der Eltern).
Nach 20 Regelverstößen erfolgen "Hilfsangebote" seitens der Schule - Beratungsgespräch: Wo liegt Hilfsbedarf vor?
Termine
Informationsabend für Luxemburger Eltern und Schüler
Am Mittwoch, 06.06.2012, findet um 17:00 Uhr ein...
Bitte beachten! Bitte beachten!
Schulbuchlisten für das Schuljahr 2012/13
Die Schulbuchlisten 2012/13 für die Klassenstufen 5 bis 10 stehen unter Praktische Infos zum...
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