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Individuelle Förderung

 

Individuelle Förderung bedeutet, jedem Schüler und jeder Schülerin die Chance geben, sein/ihr intellektuelles, emotionales, soziales, kulturelles und motorisches Potenzial optimal zu entwickeln. Dies bedeutet nicht, dass jeder Schüler von seinem Lehrer individuell von früh bis spät begleitet wird, vielmehr ist darunter zu verstehen, dass jedem Schüler/jeder Schülerin entsprechend der persönlichen Disposition genügend Lernzeit, angepasste Lern- und Unterrichtsmittel etc. zur Verfügung gestellt werden und dass er/sie spezifische Lernanreize, Fördermethoden u.ä. erhält, was eine eventuelle Hilfestellung durch Andere einschließt.
Voraussetzung für eine so verstandene individuelle Förderung ist das Akzeptieren von Heterogenität und die Bereitschaft, mit ihr umzugehen.

Förderkreislauf und Ablaufplanung: Die drei Phasen (z.B. in Jg. 5)

Am Anfang der Jahrgangsstufe 5 erhebt das Schengen-Lyzeum den Lernstand der neu aufgenommenen Schülerinnen und Schüler. Insbesondere die Fächer Deutsch, Mathematik und Französisch bilden die Grundlage für die Ermittlung von besonderem Förderbedarf, welcher für die betroffenen Schülerinnen und Schüler einen individuellen Lernplan bedingt. Weitere Informationen zur gezielten Förderplanung ergeben sich aus der Beobachtung der Schülerinnen und Schüler in allen Fächern. Hierbei geht es um das Feststellen von Stärken und Schwächen bei fachlichen und sozialen Kompetenzen des einzelnen Schülers. Das Elternhaus und bei Bedarf außerschulische Betreuer des betreffenden Schülers sollen in den drei Phasen der Förderplanung, nämlich bei der Erhebung des Ist-Standes, bei dem Erstellen des Lernplans und bei der Durchführung der vereinbarten Maßnahmen aktiv mitarbeiten. Alle Schüler sollen nach ihren Stärken und zum Ausgleich ihrer Schwächen zum Lernen angeregt werden, dafür nach Möglichkeit einen individuellen Lernplan erhalten und für diesen zunehmend selbst verantwortlich werden.

 

1. Gezielte Beobachtung, Datensammlung und Diagnose


Die Klassen- bzw. Fachlehrerinnen und -lehrer beobachten Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten. Diese Datensammlung wird ergänzt durch Ergebnisse von Schüler-, Eltern- und Lehrergesprächen sowie bestimmte Diagnoseverfahren. Gemeinsam wird geklärt, welcher Schüler für einen bestimmten Zeitraum von wem, mit welchen Mitteln und unter welchen Fragestellungen beobachtet werden soll.


2. Auswertung und erste Maßnahmen

In dieser Phase (Anfang November) der individuellen Lernplanerstellung, die federführend in der Hand der des Klassenlehrers liegt, erfolgen Absprachen mit den Eltern und mit den Schülerinnen und Schülern. Fördermaßnahmen werden benannt, Schwerpunkte und Verantwortlichkeiten vereinbart. Das Lernplanformular wird gemeinsam ausgefüllt.

3. Überprüfung des Erfolgs der durchgeführten Maßnahmen

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