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Evaluation

Was ist Evaluation?

Unter Evaluation versteht man allgemein "Bewertung, Bestimmung des Wertes", in pädagogischen Zusammenhängen auch "Beurteilung von Leistungen, Lehrplänen, Unterrichtsprogrammen und schulischen Angeboten" (Altrichter u. a. 2004). Obwohl nicht neu, hat der Begriff im Bildungswesen in letzter Zeit eine erstaunliche Konjunktur erlebt und ist heute allgegenwärtig und Evaluation ist zu einem der wichtigsten Werkzeuge der Schulentwicklung geworden.

Wottawa und Thierau (1990) nennen folgende allgemeine Kennzeichen wissenschaftlicher Evaluation:

  • Evaluation dient als Planungs- und Entscheidungshilfe und hat somit etwas mit der Bewertung von Handlungsalternativen zu tun.
  • Evaluation ist ziel- und zweckorientiert. Sie hat primär das Ziel, praktische Maßnahmen zu überprüfen, zu verbessern und über sie zu entscheiden.

In diesem Sinne führt das Schengen-Lyzeum regelmäßige Befragungen von LehrerInnen, SchülerInnen, Eltern, MitarbeiterInnen und sonstigen an der Schule beteiligten Personen durch. Dabei wird die Schule unterstützt von der Universität Luxembourg (Herr Prof. Martin) und der Universität des Saarlandes (Herr Prof. Brünken).

So erhalten schon bei der Anmeldung die Eltern einen Fragebogen, der die Beweggründe für die Schulwahl hinterfragt, es werden am Ende eines jeden Schuljahres Schüler- und Elternbefragungen durchgeführt und auch zu bestimmten Themenkomplexen, wie z. B. dem Thema Hausaufgaben, werden Fragebogen ausgegeben.

Nachfolgend eine exemplarische Auswertung.

 

Medienkonsum wurde kritisch hinterfragt

Im Rahmen eines Projektes im Fach Ethik befragten zwei Kurse des Schengen-Lyzeums ihre Mitschülerinnen und Mitschüler zum Thema Mediennutzung. Dabei wurden in einem Zeitraum von drei Wochen Fragenbögen an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5/6 und 7/8 ausgeteilt und im Anschluss ausgewertet. Die Schwerpunkte in den Fragestellungen der Evaluation lagen auf den Punkten Computer-, Fernseh- und Handynutzung.
Die Ergebnisse der Auswertung, die seit dieser Woche aushängen,  sind ebenso so offensichtlich wie kurios. So konnten die Schülerinnen und Schüler klare Jungen- und Mädchendomänen ausfindig machen, jedoch zeichneten sich auch klare Tendenzen und Modeerscheinungen ab. "Eigenartig ist doch, dass die Jungen in den unteren Klassen mehr Serien schauen als die Mädchen und dass das sich im Laufe der Zeit umkehrt.", äußert sich dazu Chadé Peiffer, eine luxemburgische Schülerin der Mittelstufe. "Ich fand es besonders interessant, dass fast jeder Schüler in den Klassenstufen 5/6 ein eigenes Handy besitzt.", merkt Jan Reichle an, der sich bei der Auswertung besonders mit dem Thema Handynutzung beschäftigte.
Besonders spannend war das derzeit sehr umstrittene Thema Computerspiele. Hierbei erfragten die jungen Interviewer, welche Spiele bei den Jugendlichen bekannt sind, welche davon jedoch tatsächlich gespielt werden. "Beeindruckend ist, dass Kriegsspiele auch bei den Mädchen in den unteren Klassen bekannt sind. Zum Glück spielt aber fast keines dieser Mädchen diese Spiele wirklich.", so Robin Hustin, Schüler der Klasse 7D.
Auch Alexander Pitzius, der das Projekt ins Leben gerufen und begleitet hat, fügt hinzu: "Nahezu jedes Kind nutzt seit der frühen Jugend Unterhaltungsmedien in Form diverser Geräte. Wichtig ist, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Nutzung selbst reflektieren, da die Studie sehr wohl zeigt, dass die Thematisierung von Medienkonsum im Elternhaus mit steigendem Alter stark nachlässt."

 

Auswertung Klassenstufen 5 und 6 als PDF

Auswertung Klassenstufen 7 und 8 als PDF

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